Rockstah

“YEEEEEEEEEEEEEEEEEAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!”

rockstah

Rap 2007 sah bis jetzt ungefähr so aus: Ein paar starke Jungs kaufen sich Lederjacken, ziehen von gutsituierten Vororten in die Problembezirke einiger Großstädte und erzählen davon, wie schlimm alles auf einmal ist. Natürlich wäre es zu einfach, das alles zu pauschalisieren oder in eine Tonne zu treten, aber wir können schon davon ausgehen, dass vieles bis sehr vieles nicht so hart ist, wie es mancher vorgibt.
Ein anderer Teil dieser verkorksten Kultur schwört noch immer auf Pappmatten, Dosen, Breakdanceschuhe, Vinyl und 1210er.
Zwischen all der verbitterten und veralteten Realness, den Sonnenbankgangstern, Wölkchenhosen, Gelköpfen und J.Lo Jogginghosen gibt es Ausnahmefälle… kulturelle Einbrüche… in den verschiedensten Sparten, aber mit dem gemeinsamen Ziel, irgendwie was anderes zu machen. Zwanglos. EInfach aus dem Bauch heraus. Kein Trend, sondern eine Einstellung, ein ganz simples Lebensgefühl.

Da kommt irgendwo Rockstah ins Spiel. Mit einer Vision, die nicht all zu größenwahnsinnig wirken soll, aber dennoch etwas verändern will. Mit dem Drang nach frischem Wind, dem Schrei nach Anerkennung für dieses musikalische Massaker, was er mit grossen Hundeaugen und mit der Attitüde eines sympatischen Frechdachs einfach anrichtet. Die Grenzen zwischen „Ich bringe dich zum Lachen/ Ich bringe dich zum Weinen/ Ich bringe dich zum Nachdenken“ ODER einfach nur „Ich bringe dich um.“ waren selten so verwischt wie Falle des Rappers aus Rodgau. Mit einer Attitüde, die sich selbst nicht zu ernst nimmt, versucht Rockstah auf allen Ebenen den Hörern ein Gefühl zu vermitteln und sie in den ruhigsten Momenten einfach umzureissen. Aber was soll man dazu sagen… hör einfach hin, vielleicht versprechen wir dir auch gerad zu viel. Vielleicht aber auch zu wenig.